„Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“

11.11.2019

( ... ) Die Schülervertretung hatte sich vor etwa einem Jahr dafür eingesetzt, sich für den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu bewerben. Dazu gab es viel Unterstützung durch die SV-Lehrer und die Schulleitung. 760 Schüler und Lehrer der Gesamtschule, 20 Prozent mehr als die geforderten 70 Prozent, haben im Sommer dieses Jahres eine Selbstverpflichtung unterzeichnet, mit der die Schule nun in das bundesweite Projekt aufgenommen wird. Die Schülersprecher Lena Witte und Eric Pollkötter erklärten, was das bedeutet: „Man bekommt es ja mit, wenn in den Pausen beispielsweise Sticheleien oder Kommentare kommen – schon gegen solche Anfänge wollen wir etwas tun und wir werden aktiv, gehen dazwischen und weisen auf Grenzüberschreitungen hin. Wir verpflichten uns, schon im Ansatz für ein respektvolles Miteinander zu sorgen.“

Diverse Aktionen ergänzen diese Handlungsmaxime: so wurde die Unterschriftensammlung von Aktionstagen begleitet, in denen diskutiert und überlegt wurde und in allen Klassen entstanden große Stoffbanner die sich gegen Rassismus wenden und für Courage aussprechen. „Ich habe eure Motive gesehen und war beeindruckt“, erklärte Sabine Heidjann. Sie zeigte sich auch erfreut, dass noch am Tag der Siegelverleihung inhaltlich in vielfältiger Weise zum Thema gearbeitet worden war. Die Fünftklässler hatten selbstgezeichnete Bilder zum Thema mitgebracht, von denen sich die Projektkoordinatorin eines für ihr Büro im Gütersloher Kreishaus aussuchen durfte. In andern Jahrgangsstufen wurden beispielsweise Kennzeichen rassistischer Äußerungen eingeordnet und auch der Gedenkstein für die ermordeten und vertriebenen Juden aus Herzebrock-Clarholz am Fuhrmannsplatz besucht und der Antisemitismus thematisiert.

Das seit 1988 existierende Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ hat eine offene, langfristige Auseinandersetzung mit jeder Form von Diskriminierung zum Ziel. Dazu findet eine regelmäßige Rezertifizierung statt. So verpflichtet sich auch die Von-Zumbusch-Gesamtschule, dass sie jährlich ein Projekt zum Thema Diskriminierung durchführt.

Bürgermeister Marco Diethelm meinte, er sei gern Pate und es freue ihn, dass so viele dieses beispielhafte Projekt unterstützten: „Rassismus ist das Dümmste, was man sich nur denken kann. Ich wünsche Euch Courage, dem entschieden zu begegnen. Im Übrigen seid Ihr nicht allen – ihr könnt Euch jederzeit an die Lehrerinnen und Lehrer wenden.“ Das unterstrich auch Schulleiterin Sabine Hengstenberg, die sich unter großem Applaus für das große Engagement aller bedankte.

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